So planen Sie Ihre Radtour durch die Türkei

Radtour TürkeiMit dem Fahrrad durch die Türkei zu fahren ist ein tolles Erlebnis. Die Landschaft wechselt konstant, Felsen und Gebirge lösen Küstenstraßen und weite Felder ab, die Natur ist unberührt, die Menschen freundlich und das Klima besonders im Frühjahr und im Herbst sehr angenehm. Ob nur 1 oder zwei Wochen oder gleich eine Durchquerung des gesamten Landes – je nach Zeit und Ausdauer ist in der Türkei alles möglich und Fahrradfreunde jeglicher Kondition kommen auf ihre Kosten.

Gastfreundlichkeit, Naturschönheit und ein mediterranes Flair erwarten Sie

Radfahren als Freizeitbeschäftigung ist in der Türkei noch wenig bekannt, sondern Fahrräder werden eher als günstiges Fortbewegungsmittel genutzt. Fahren Sie nun auf Ihrer Radtour durch kleine Dörfer und Orte müssen Sie damit rechnen überall freundlich begrüßt zu werden und dass Ihnen die Erwachsenen zuwinken und Kinder lachend hinterherlaufen. Gastfreundlichkeit ist eine der Besonderheiten des Landes, die sofort auffällt und den besonderen Charme des Landes ausmacht.

Eine Radtour in der Türkei bieten immer wieder verschiedene Panoramen und nach hügeligen Gebirgsstraßen kann der Weg auch mal für viele Kilometer durch ein flaches, ausgetrocknetes Flussbett führen. Die gesamte Landschaft ist mediterran, wodurch sowohl die Nähe zum Meer als auch das Fahren durch Gebirge bei einer Radtour durch die Türkei an der Tagesordnung liegen.

Meiden Sie die großen Städte und Autobahnen zum Fahrradfahren

Spezielle Radwege gibt es in der Türkei keine und gerade auf Neben- oder Landstraßen ist der Verkehr so gering, dass es kein Problem ist diese zu befahren – selbst als ungeübter Radler. Autobahnen, Hauptverkehrsstraßen und auch die Innenstädte der Metropolen wie Ankara oder Istanbul sind stark befahren und stellen für Fahrradfahrer ein Risiko dar, weshalb große Touren durch die Städte mit dem Fahrrad eher vermieden werden sollten. Wer es sich trotzdem traut, sollte langsam und umsichtig fahren und das Fahren in der Dunkelheit vermeiden.

Ein paar Faktoren sind bei der Planung einer Radtour entscheidend und mit diesen 10 Tipps und Tricks wird die Radtour durch die Türkei zu einem unvergesslichen Erlebnis:

  1. Starten Sie langsam: Muten Sie sich besonders am Anfang nicht zu viel zu! Das Klima kann ungewohnt sein und auch die Straßenverhältnisse sind zum Teil anders als in Deutschland.
  2. Besorgen Sie sich eine gute Karte: Planen Sie Ihre Route auf Basis einer guten Straßenkarte und steuern Sie eher die wenig befahrenen Nebenstraßen an als die Hauptverkehrsknotenpunkte.
  3. Sparen Sie nicht am Material: Ein bequemer Sattel, hochwertige Reifen aus dickem Gummi und vor allem Flickzeug gehören zu jeder Radtour durch die Türkei. Am Material sollte nicht gespart werden, andernfalls endet die Reise vorzeitig aufgrund eines defekten Fahrrads oder wunden Stellen vom langen Sitzen auf dem Sattel.
  4. Tankstellen für Pausen nutzen: Besonders Tankstellen eignen sich in der Türkei gut für eine Rast während der Fahrt. Neben Toiletten, kalten Getränken, Schatten und Snacks gibt es dort häufig auch Restaurants für den größeren Hunger.
  5. Takten Sie die Routen nicht zu knapp: Es gibt so viel zu sehen und zu erleben, sodass Sie auf jeden Fall genügend Zeit für Ihre Strecke einplanen sollten. Je nach Route können antike Stätten besichtigt werden, an einem besonders heißen Tag sollte auch die Zeit für einen erfrischenden Sprung ins Meer eingeplant werden und viele Einheimische sind immer erfreut über ein Schwätzchen mit Reisenden, sodass aus einer fünfstündigen Fahrt mit Pausen und Zwischenstopps schnell mal acht bis neun Stunden werden können.
  6. So gelangen Sie an sauberes Trinkwasser: In fast jeder Moschee, die es selbst in den kleinsten Dörfern gibt, gibt es saubere Toiletten und sauberes Trinkwasser. Sich zu waschen oder sogar zu duschen ist dort auch möglich, allerdings nur Männern vorbehalten. Wichtig ist es, die örtlichen Regeln der Moscheen zu befolgen und zum Beispiel vor dem Betreten immer die Schuhe auszuziehen.
  7. Denken Sie an ausreichend Sonnenschutz: Selbst wenn Sie es im Fahrtwind nicht immer direkt spüren – die Sonne ist intensiv und heiß. Schützen Sie Ihren Kopf mit einer Kappe und cremen Sie die freiliegenden Stellen Ihres Körpers gründlich mit Sonnencreme ein, andernfalls drohen selbst im Frühjahr oder Herbst schwere Sonnenbrände, die Ihnen die Freude am Fahrradfahren nehmen. Meiden Sie darüber hinaus die Mittagshitze und teilen Sie Ihre Tagestouren so auf, dass Sie mittags pausieren.
  8. Verstauen Sie Ihr Gepäck sorgfältig: Nehmen Sie nicht zu viel mit und verstauen Sie es vor allem in Taschen, die Sie gut an Ihrem Gepäckträger befestigen können. Achten Sie darauf, dass diese Taschen eine gute Qualität haben und vor allem wasserfest sind, damit sowohl Stürze als auch Regen Ihrer Ausrüstung nichts anhaben kann.
  9. Wählen Sie ein freistehendes Zelt: Nehmen Sie ein freistehendes Zelt mit, sodass Sie auch auf Betonuntergrund problemlos campieren können. Wählen Sie eine gedeckte Farbe, um auf Wiesen nicht direkt aufzufallen.
  10. Erholung: Planen Sie für das Ende Ihrer Reise noch ein paar erholsame Tage am Meer ein – so kehren Sie tiefenentspannt von Ihrer Radtour zurück!

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